Delegiertenkonferenz 2026 mit Neuwahlen des Vorstands: Einheit in der Vielfalt. Kontinuität im Wandel.
- ACK Chiemsee

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ACK Chiemsee wählt neuen Vorstand – Rita Sandig übernimmt den Vorsitz
Die Delegiertenversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Chiemsee ist am Mittwochabend im Gemeindehaus der Evangelischen Heilandskirche in Bernau auf große Resonanz gestoßen. Zahlreiche Delegierte und Gäste aus den Mitgliedsgemeinden kamen zusammen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen und die ökumenische Arbeit für die kommenden drei Jahre neu auszurichten.
Rückblick auf ein lebendiges ökumenisches Jahr
Nach einem geistlichen Impuls und der Begrüßung durch den Vorstand stand zunächst der Tätigkeitsbericht 2025 im Mittelpunkt. Das vergangene Jahr war geprägt von lebendiger ökumenischer Zusammenarbeit, geistlichen Begegnungen und gemeinsamen Projekten. Besonders hervorgehoben wurden der Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen, die ökumenische Wallfahrt auf die Fraueninsel unter dem Leitwort „Dass alle eins seien!“
Neuer Vorstand mit allen Konfessionen vertreten
Ein zentraler Punkt des Abends war die Neuwahl des Vorstands. Erstmals seit einiger Zeit sind nun wieder alle vier Mitgliedskonfessionen im Vorstand vertreten – ein sichtbares Zeichen gewachsener ökumenischer Verbundenheit in der Region. Das neue Vorstandsgremium setzt sich zusammen aus Klaus Lerch von der Evangelisch-Lutherischen Kirche, Elke Czarnecki von der Römisch-Katholischen Kirche, Yvonne Schmidt von der Altkatholischen Kirche sowie Rita Sandig von der Neuapostolischen Kirche.
In einem zweiten Wahlgang wählte die Delegiertenversammlung Rita Sandig zur neuen Vorsitzenden der ACK Chiemsee. Sie gehört der Neuapostolischen Kirchengemeinde Prien an und ist dort als Diakonin sowie Konfirmandenlehrerin- und Ökumenebeauftragte tätig. Ihr ökumenisches Anliegen beschreibt sie mit den Worten: „Vielfalt und Andersartigkeit als Bereicherung für das große Gemeinsame zu sehen und so die Einheit der Kirche Christi zu fördern.“ Sie übernimmt den Vorsitz für die kommenden drei Jahre.
Dank und Staffelübergabe
Der bisherige Vorsitzende Klaus Lerch aus der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Aschau-Bernau, der die ACK Chiemsee vier Jahre lang leitete, gratulierte seiner Nachfolgerin herzlich und wünschte ihr „Gottes Segen für diesen Dienst an der Einheit“. Zugleich dankte er allen Delegierten, Vorstandsmitgliedern und ehrenamtlich Engagierten für das Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit während seiner Amtszeit. Ökumene lebe vor allem von Beziehungen, gegenseitigem Respekt und der Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, so Lerch.
Mit Blick auf das Jahr 2026 will die ACK Chiemsee die bewährte Mischung aus geistlichen Angeboten, Begegnungsformaten und projektbezogener Zusammenarbeit fortführen. “ Zudem sollen insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit sowie digitale Kommunikationswege weiter gestärkt werden, um ökumenisches Leben in der Region sichtbar zu machen.
Ein besonderer Schwerpunkt wird in diesem Jahr die Ausrichtung der ökumenischen Friedensdekade am Chiemsee sein. Die Friedensdekade ist eine bundesweit begangene ökumenische Initiative der Kirchen, die seit den 1980er-Jahren in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag stattfindet. In Gottesdiensten, Friedensgebeten, Konzerten und Gesprächsveranstaltungen setzen Christinnen und Christen dabei gemeinsam ein Zeichen für Frieden, Versöhnung und gesellschaftliche Verantwortung.
Dass die ACK Chiemsee die regionalen Feierlichkeiten 2026 beherbergt, unterstreicht die gewachsene ökumenische Zusammenarbeit der Kirchen in der Region und bietet zugleich die Möglichkeit, das gemeinsame christliche Friedenszeugnis öffentlich sichtbar zu machen. Geplant sind unter anderem gemeinsame Friedensgebete, thematische Gottesdienste sowie Begegnungsformate an verschiedenen Orten rund um den Chiemsee.
ℹ️ Was ist die Ökumenische Friedensdekade?
Die Ökumenische Friedensdekade ist eine deutschlandweite Initiative christlicher Kirchen. Seit über 40 Jahren laden Gemeinden in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag zu Friedensgebeten und Veranstaltungen ein. Ziel ist es, das christliche Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und gewaltfreie Konfliktlösung sichtbar zu machen und gesellschaftliche Verantwortung aus dem Glauben heraus zu stärken.








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